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#GESCHWINDIGKEITSRAUSCH

27.09.2026

Ziel:                Hockenheimring

Wetter:          Gefrier- bis Sonnenbrand

Treffpunkt:    8:30 Uhr ARAL Tankstelle Wilferdingen

Teilnehmer:  6 Mopedos, 2 Grid-Girls und 1 Chefmechaniker

 

Hockenheimring 2026 – Mopedos auf der Suche nach Geschwindigkeit

Am Sonntag, den 27.09.2026 begann das Abenteuer bereits um 8:30 Uhr. Bei knackigen 7 Grad trafen sich sechs unerschrockene Mopedos zur Mission Hockenheimring. Während moderne Motorradfahrer über Griffheizungen diskutieren, wurde hier noch nach klassischer Methode geheizt: ordentlich Gas geben.
Über Wössingen, Weingarten und Bruchsal rollte die Karawane Richtung Hockenheim. Bereits die Anreise verlief erstaunlich ereignislos. Ob dies ein ungewöhnlicher Tagesrekord werden sollte?

Gegen 10:30 Uhr erreichten wir den Motorradparkplatz an der Rennstrecke. Dort wurden wir von Chefmechaniker Matze sowie der Boxencrew Mona und Sandra empfangen. 

Während morgens noch Eiszapfen am Helmvisier wuchsen, herrschten inzwischen sommerliche 25 Grad. Bestes Wetter um sich vom Motorsport begeistern zu lassen.

Auf dem Gelände warteten zahlreiche Rennklassen auf die Besucher. Auf dem Programm standen zwölf verschiedene Rennen. Von der beschaulichen 125er bis hin zu den brutalen 1000ern war alles vertreten. Die Maschinen beschleunigten derart heftig, dass einige unserer Mopeds aus Selbstschutz lieber den Benzinhahn zugedreht hätten.

Ein besonderes Highlight war, Dank unserem Verbindungsmann Roy, der Besuch in der Boxengasse beim Team Kreutler. 

Die Mopedos mittendrin im Renngeschehen. Es gab spannende Einblicke, Fachgespräche und vor allem kostenloses Essen und Trinken. Die Reihenfolge der Begeisterung variierte je nach Teilnehmer.

Direkt an der Rennstrecke wurde Motorsport dann zum Körperkontakt. Die Superbikes schossen im Tiefflug über den Asphalt. Gespräche bestanden fortan aus zustimmendem Nicken und wilden Handbewegungen, weil ohnehin niemand mehr etwas verstand.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem BMW-Piloten Max Zachmann aus Wilferdingen. In der 1000er-Klasse fuhr er an diesem Tag auf Platz zwei und verteidigte damit Rang drei in der Gesamtwertung. 

Währenddessen wurde in unserer Gruppe diskutiert, ob man dieselbe Geschwindigkeit auch mit einem Moped erreichen könnte. Ergebnis der Expertenrunde: Ja. Wahrscheinlich. Zumindest bergab. Mit Rückenwind. Wenn man es an einen Boliden hängt. 

Um 16 Uhr wurde die Heimreise angetreten. Die offizielle Startaufstellung unserer Reisegruppe lautete:
Pole Position: Thorsten; Reihe 2: Sabrina und Mirco; Reihe 3: Gagu und Uwe; Schlusslicht: Roy; Safety Car: Mona, Sandra und Matze

Nach Stunden voller Benzingeruch und Motorengeheul musste selbstverständlich noch die wichtigste Rennserie des Tages absolviert werden: der Boxenstopp an der Eisdiele. Dort erfolgte die Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch den Einsatz mehrerer Kugeln Eis.

Aber die eigentliche Sensation des Tages: Hin- und Rückfahrt ohne jegliche Reparatur!
Kein Zündkerzenwechsel. Keine gerissene Kette. Kein Luftfilterwechsel. Keine Rauchentwicklung. Nichts. Rein gar nichts. Nicht einmal ein „Das hat vorhin noch funktioniert!“. Damit dürfte dieser Ausflug in die Vereinsgeschichte eingehen.

Fazit: Tolles Wetter, spannende Rennen, beste Verpflegung, gute Stimmung. Keiner verloren gegangen.  
Schee war's. Und nächstes Jahr versuchen wir, die Superbikes wenigstens beim Parken einzuholen.

Bericht: Gagu

#RunForestRun

12.09.2026

Ziel:                Bad Wildbad

Wetter:          "herrlich"

Treffpunkt:    10:00 Uhr ARAL Tankstelle Wilferdingen

Teilnehmer:  8 Mopedos und 5 Feuerstühle und 1 Begleitfahrzeug

 

Am Samstag den 12.09. versammelten sich in Nöttingen acht Mopedos nebst fünf Feuerstühlen und ein Begleitfahrzeug, um das Classic Scooter Treffen namens „Run Forest, Run“ in Bad Wildbad zu besuchen.

So ging es los, mit der kleinen Zündapp als Leitfahrzeug. Deren montierter Ape-Hanger-Lenker machte sie bereits im Stand schon 10 km/h schneller. Die zurückgelegte Wegstrecke war noch einstellig, als der Kreidler hörbar der Saft ausging. So mussten och vor Weiler ein Zwangsboxenstopp auf staubigem Geläuf eingelegt werden. Da der Reiter sein Ross schon gut kannte, war schnell erkannt, dass ein Schmutzpartikel aus dem Tank durch den filterlosen Benzinschlauch gekommen war und die Hauptdüse des Vergasersverstopft hatte. Also Vergaser schnell reinigen, zusammenbauen und weiter geht’s. 

Kurz nach einer holprigen Baustellendurchquerung in Ottenhausen erfolgte eine weitere kreidler-bedingte Zwangspause aufgrund selbiger Ursache. Spätestens jetzt war sich jeder über die Sinnhaftigkeit eines Benzinfilters bewusst, und man malte sich schon aus wie viele dieser Stopps es nach Wildbad noch geben würde. 

Tatsächlich verlief die weitere Fahrt Richtung Etappenziel dann ohne jegliche Pannen. Selbst eine erneute Baustellendurchquerung in Schwann konnte keine weiteren Partikel mehr dazuverleiten sich im Vergaser festzusetzen. In Wildbad angekommen, wurden wir herzlich aufgenommen. Auch wenn vier unserer Fahrzeugeüberhaupt nichts mit Scootern gemein hatten. Es sollten die einzigen Nicht-Scooter auf dem Treffengewesen sein. Zwei Mitstreitern des Ausflugs ging der Besuch bei den Wildbader Scooter Freunden sogar sprichwörtlich unter die Haut. 

Roland Horst von Crazy Colors mit seinem mobilen Tätowierstudio war an dieser Situation aber nicht ganz unbeteiligt. Nachdem wir unsere Verzehrkarten weitestgehend aufgebraucht hatten, machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg. Diesmal sollte aber mindestens eine Baustellendurchquerung ausgelassen werden um Material, Werkzeug und Gesäße zu schonen. Die Heimfahrt verlief schon beinahe langweilig ohne jeglichen Zwangsboxenstopp. Vermutlich hatte die Kreidler schon alle restlichen Krümel aus dem Tank durch den Zylinder geblasen. So konnte die kleine Zündapp, wie von der Tarantel gestochen, das Fahrerfeld anführend, uns in Rekordzeit zurück nach Remchingen leiten.

Bericht: Chris K.

#Die Mosella-Chronika

25.-29.06.2026

Ziel:                Der Fluss Mosella

Wetter:          Der Feuerball brannte unerbittlich über dem Firmament

Treffpunkt:    8:00 Uhr Wilferdingen

Teilnehmer:  9 Knappen, 3 Freifrauen, 1 Ritter edlen Mutes, 10 eiserne Rösser

 

Ein Gefährt so groß wie eine fahrende Burg!

Viele Monde zur vergangenen großen Fahre von Ross & Reiter waren vorübergezogen (Chronika anno 2023). Nun war die Zeit gekommen, im Brachmond aufzubrechen um neue Lande zu erkunden.

An Tagen, da die Sonne selbst wie ein Feuerball über dem Firmament brannte und die Hitze so groß war, dass selbst die Schatten der Bäume um Gnade zu flehen schienen, sammelten sich im Morgengrauen 9 Knappen und 3 Freifrauen, die unter dem Banner „Die Remchinger Mopedos“ zusammenkamen, um das Wagnis zum großen Fluss Mosella auf sich zu nehmen.

Ein mächtiger Wagen, so groß wie die Kutsche eines Königs, stand bereit. Hinter ihm ein Anhänger, stark wie ein Lastkarren der alten Schmiede, geschaffen, um edle Pferdestärken zu tragen. Mit wahrer Knotenkunst waren die Rösser aus Eisen und Feuer fest mit Gurten verzurrt und auch das Habezeug war sicher verstaut.

Einer rief: „Bei allen heiligen Zehrsäcken – unser Gefährt sieht aus wie eine fahrende Burg!“  

Der herrschaftliche Tross rollte vom Hofe und nach endlosen Wegen durch das weite Reich, mit nur wenigen Momenten um sich am Rauch zu laben und Wasser zu lassen, erreichten wir die Herberge auf hohem Gemäuer.

Es war kein gewöhnlich Gemach, nein – wir wohnten auf einem Schloss, dessen Mauern Geschichten aus längst vergangenen Zeiten flüsterten. Die Türme waren beflaggt und ragten gen Himmel und in den Hallen hallten Schritte wie in alten Sagen. Der Burgherr, selbst Schmiedemeister im alltäglichen Werk, überließ den großen Schlüssel mit kurzem Gruß, lobte das Angesicht unserer eisernen Hengste und zog von Dannen. 

Die Heimat des Norddrachens

Alldieweil, neue Gefilde galt es zu erkunden. Das rhythmische Schnauben der Stinkrösser grollte durch die Gassen von Veldenz. Die Sonne brannte heiß, dass selbst die Steine am Wegesrand zu glühen schienen. Die Gewänder klebten an uns wie Pech. Da erspähten wir einen Ort, der uns erschien wie ein göttliches Geschenk. Wir traten ein und wahrlich, es war herrlich! Eine Stätte der Kühle, ein Tempel der frostigen Lüfte, so musste die Heimat eines Norddrachens sein.

Einer rief: „Bei allen heiligen Eishöhlen – hier könnte ich mein Lager aufschlagen!“

Wir wandelten zwischen Obst und Gemüse wie Edelleute im Schlossgarten, verweilten bei den Kühlregalen wie Krieger, die sich an einer Quelle erfrischten und verließen den REWE-Markt stets ein wenig lebendiger. Und so geschah es, dass wir mehrmals dorthin zurückkehrten, nicht etwa, weil wir neue Waren brauchten – nein, wir suchten die Kühle, die uns dort wie ein sanfter Wind umhüllte. 

Zurück in unseren steinernen Gemäuer, hüllten wir uns in die Schlafgewänder, nahmen den letzten Schlummertrunk und betraten das Land der Träume. Ein raues Bellen der Hofwächter weckte uns noch vor dem Erwachen des ersten Federviehs. Rasch entflohen die ersten ihren Prunkbetten und bereiteten die Morgenspeise. Der nächste sonnenzornige Tag stand an.

Wir begaben uns auf den Weg einen weiteren Gefährten, ein Ritter von gutem Namen und festem Mut, der mit dem metallenen Dampfgefährt anreiste, in Empfang zu nehmen. Verspätet, aber mit entschlossenem Blick und Gepäck, schwer wie ein Schild, begrüßte er mit den Worten:

„Bei allen heiligen Hinterbacken – die Reise war lang, doch ich bin bereit für jedes Abenteuer!“

Die Steingewölbe der rostfreien Legenden

Und wahrlich, eines der größten Wunder unserer Reise offenbarte sich, als wir die Steingewölbe der rostfreien Legenden des Zylinderhauses betraten. Dort standen Zweiräder und Wägen aus längst vergangenen Zeiten, glänzend wie frisch polierte Ritterrüstungen und die Chromteile funkelten wie Schwerter im Sonnenlicht. Wir wandelten wie Gelehrte in einer Bibliothek der Mechanik und lauschten der Sagen aus flimmernden Kästen. Die Hitze draußen war vergessen – hier herrschte die kühle Würde alter Zeiten. 

Doch das wahre Heilmittel gegen die Hitze war der Mosellawein, ein Trank, der von den Winzern des Landes mit mehr Kunst bereitet wurde, als manch mystischer Zaubertrank. Ohne Verlust von Wort und Würde, ließ uns die tägliche Tränke an der Strandbar viel Leid vergessen und einer rief:

„Bei allen heiligen Trinkkelchen – dieser Wein löscht die Hitze besser als jeder zarte Atem einer Flussnymphe“.

Wenn die Sonne endlich hinter den Hügeln versank, kehrten wir zurück zum Schloss. Dort saßen wir im Hof, labten uns am Wein und erzählten uns Geschichten, die mit jedem Becher ein wenig heldenhafter wurden.

Ein Elixier aus einer anderen Welt

Am Abend eines hitzewütenden Tages, da wir im Burghof saßen, trat ein Gefährte hervor – ein Meister der Mischkunst – und sprach: „Ich werde einen Trank brauen, der selbst die Sonne erzittern lässt!“

Wir sahen gespannt zu, wie der Alchemist die Zutaten zusammenführte. Doch dann geschah es: Er nahm die Pfefferminze – ein ganzes Büschel, frisch vom Burggarten und verarbeitete es. Er zerdrückte es, stampfte es, ließ ihre Essenzen frei wie wilde Geister. Der Cocktail, der daraus entstand, war kein Getränk – er war ein Elixier aus einer anderen Welt. 

Einer rief: "Bei allen heiligen Blitzschlägen – dieser Trank hat mehr Wucht wie die frostigen Winde eines nordischen Wettergottes!“ – dann sank sein Kopf auf den Tisch und sein Schnarchen hallte wie Donnergrollen durch die Mauern der alten Burg.

Feuerrösser und Moselbienchen 

Die Zeit zog an uns vorüber, wie die Weinberge, deren Reben sich wie grüne Teppiche über die Hügel legten. 

Wir wandelten zu Fuß durch Bernkastel-Kues und Traben-Trabach und ließen uns treiben, wie Händler, die ihre Ware in fernen Städten feilboten. 

Wir speisten königlich, die über den Feuern zubereiteten Afterbacken vom Schwein, tranken das schaumige Met aus den Kesseln der Klosterbruderschaft, wie Weitgereiste die an eine verborgene Tafel gelangen, an der selbst die Luft nach Wunder schmeckte.

Wir bestiegen ein Schiff, das gemächlich den glitzernden Fluss hinabglitt und lauschten den Wellen, wie höfischem Gesang. 

Wir erkundeten die Lande auf unseren Feuerrössern und Moselbienchen begleiteten unsere Wege. Die Rösser blieben standhaft; nur eines verweilte am letzten Tag in den Stallungen, als hätte es eine Kolik ereilt. Es schnaubte schwer und stieß übelriechende Luft aus seinem Hinterausgang. Zuhause war es rasch wieder auf den Beinen, als hätte die Ferne ihm nur kurz den Atem geraubt. Ludergaul.

So glitten die Tage dahin, wie von einer unsichtbaren Hand geführt und bei der Heimkehr rief einer:

„Bei allen heiligen Bannern – wie sind heimgekehrt – kein Drache, keine Sonne, kein Minztrank hat uns bezwungen. Die Mosella mag uns geprüft haben, doch unsere Heimat hat uns wieder!“

Die nächste Fahre möge nicht in all zu weiter Ferne liegen! Die Remchinger Mopedos entsenden einen herzlichen Gruß. 

Gehabet euch wohl liebe Freunde! 

#Die große Discounter-Tour

14.06.2026

Ziel:                Waldschenke Hörnle

Wetter:          "Güglingen hat einen sehr schön bepflanzten Kreisel"

Treffpunkt:    10:00 Uhr ARAL Tankstelle Wilferdingen

Teilnehmer:  8 Mopeds, 1 Vespa, 1 Stabmixer, 1 Kaffeemaschine

 

Es hätte ein lockeres Einfahren vor der Jahresausfahrt werden sollen. Die Zweitakter bereit, die Fahrer motiviert. Kurven, Sonne, Freiheit. Stattdessen wurde es eine unfreiwillige Rundreise durch die Parkplätze deutscher Discounter. 

Erster Stopp: Die gelbe Pannenhölle

Die ersten Kilometer liefen geschmeidig wie eine streichzarte Butter auf einem Croissant. Saftige grüne Landschaften zogen an den Frühaufstehern vorbei, der Fahrtwind blies sanft ins Gesicht. Klingt nach einem kitschigen Werbefilm - der in Oberderdingen abrupt endete. Die Schwalbe meldete sich mit einem Geräusch, das klang wie ein beleidigter Stabmixer.

Absteigen und schieben. „Da liegt was“ beobachtete einer das Spektakel, als wäre es das Frühstücksfernsehen. „Ja, meine gute Laune“ und die gerissene Kette der Schwalbe. 

„Dann geh doch zu NETTO“  - auf den Parkplatz - blieb ja auch nichts anderes übrig.

Nach minutenlangem intensivem Brainstorming, ob man direkt auf das örtliche Stadtfest gehen wolle, endlich das mobile Schweißgerät bestellen solle, rief man doch den Abholdienst an. 

Für den Rest der motorisierten und hungrigen Reisegruppe ging es weiter. Das Ziel lockte mit großen Portionen zum Mittagessen und atemberaubender Aussicht.

Der Weg dorthin. Wie verhext. Vollsperrungen. Überall. Man fuhr nicht durch die Region, man wurde darin im Kreis gehalten wie ein Hamster, der für den Ironman trainierte. 

Egal ob Handy oder innerer Kompass – alles zeigte nur noch eine Richtung an: „Bitte wenden.“ Die Maschinen schnauften, das Navi weinte, die Fahrer im Orientierungsdefizit.

Und so kam es, dass wir an diesem Tag viermal im exakt gleichen Ort vorbeikamen. Beim dritten Mal winkten sogar die Anwohner. Beim vierten Mal dachte man über einen Zweitwohnsitz nach. Irgendwann schafft man den Absprung und fand die richtige Ausfahrt und dann auch die Waldschenke Hörnle! Hurra! 

Gestärkt und gut gelaunt ging es wieder Richtung Heimat. 

Zweiter Stopp: Der Ort, an dem Träume verpuffen

Fünf Kilometer später maulte die Duo wie eine schlecht gelaunte Kaffeemaschine. Also wieder rechts ran – diesmal LIDL. Der Zweisitzer wurde fachmännisch zerlegt: Lüfterrad raus und rein, Wasser auffüllen, Filter wechseln, Kaffeebohnen, Satz leeren. Was man halt so macht sonntags. Der Parkplatz bot ausreichend Platz: LIDL lohnt sich. Weiter geht’s. 

Dritter Stopp: Die Endstation der Verzweiflung

Einen Kilometer später dampfte die Kaffeemaschine wie eine alte Lok. „Was riecht hier so komisch?“ Ob man Frust riechen kann? Oder war es doch die Kühlung, die sich endgültig verabschiedete. Man beschloss die Duo nicht weiter zu quälen und stehen zu lassen: „Besser leben.“ 

So standen wir bei REWE. Dein Markt. Unser Treffpunkt – für die Abholung. 

Ein Eisautomat ein paar hundert Meter weiter, versüßte die Wartezeit mit Erdbeergeschmack. Für die kleinen Momente des Glücks.

Am Ende dieses Tages stand fest: Das war keine Ausfahrt, das war eine pädagogisch wertvolle Lehrveranstaltung in Geduld, Improvisation und Parkplatzkunde. Man hatte mehr Discounter gesehen als Kurven und dank der Vollsperrungs‑Lotterie sogar viermal denselben Ort besucht. 

Kurz gesagt: eine unvergessliche Tour – und ein sehr schön bepflanzter Kreisel in Güglingen! 

#Zitterpartie

17.05.2026

Ziel:                Nagoldtalsperre

Wetter:          "Es wäre ein Pullover gut gewesen"

Treffpunkt:    10:00 Uhr ARAL Tankstelle Wilferdingen

Teilnehmer:  6 Mopeds internationaler Herkunft und 1 Servicefahrzeug

 

Nachdem der Wettergott uns im April nicht in die Karten gespielt hatte, startete am Sonntag, den 17. Mai nun endlich auch für die Mopedos die Saison mit der ersten offiziellen Ausfahrt.

Treffpunkt war, wie gewohnt, die Aral Tankstelle in Wilferdingen, wo sich acht tapfere Gipfelstürmer mit sechs Zweirädern internationaler Herkunft samt Begleitfahrzeug versammelten.

Das Wetter versprühte einen Hauch von Frühling und so ging es hoch motiviert los in Richtung Etappenziel Nagoldtalsperre.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass diese Ausfahrt zu einer echten Zitterpartie werden würde.

Bereits auf dem Weg bei Calmbach wurde von allen Reitern voller Überraschung festgestellt, dass es im Schwarzwald doch deutlich kälter ist, als in der Heimat.

Den Feuerstühlen kam das allerdings entgegen, woraufhin Höhenmeter um Höhenmeter in einem, für diese hubraumarmen Fahrzeuge, beachtlichen Tempo erklommen wurden.

Am Etappenziel angekommen, hatten die Außentemperaturen und die der Oberschenkel, den einstelligen Bereich erreicht. Und so freute man sich auf eine warme Zwischenmahlzeit in der gemütlichen Stube des Gasthofs Seeheiner. Die leckere Kartoffelsuppe war der absolute Favorit, um die Körpertemperatur wieder in dem Normbereich zu bringen.

Anschließend machten sich alle gestärkt und aufgewärmt wieder auf den Nachhauseweg, über zahlreiche Berge und Täler.

Bei einer längeren Bergabfahrt machte sich plötzlich ein eigenartiger Geruch in den Nasen mancher Mitstreiter breit. Nein, mit dem gewohnten Zweitakt-Duft hatte das wahrlich nichts gemein. Kurze Zeit später gab sich die Herkunft dieses beißenden Gestanks, durch eindeutige Rauchzeichen aus der Hinterachse der Kreidler, zu erkennen.

So wurde kurzerhand ein Zwangsboxenstopp am Fahrbahnrand eingelegt. Ein fachkundiger Blick auf die glühende Radnabe ließ sofort erkennen: „Die Bremse ist fest!“ Dieses Problem ließ sich aber, im wahrsten Sinne des Wortes, durch beherztes Klopfen lösen und die Gruppe konnte ihre Fahrt gen Heimat unverzüglich fortsetzen.

Mit dem Ziel Wilferdingen vor Augen, kletterten dann auch wieder die Temperaturen, zur Freude aller Beteiligten, sprunghaft nach oben.

Dort angekommen, lud das Fischerfest abschließend ein, das Erlebte und die eine oder andere gebackene Forelle, zu verdauen. Knapp 150 km waren abgespult. Die Fahrzeuge, von denen keines jünger als 46 Jahre alt war, haben gehalten und die Mopedos letztendlich auch… mit der Erkenntnis, dass das nächste Mal vielleicht noch ein Pullover extra mit eingepackt werden sollte. 

Bericht: Chris K.

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